Tipps zu Autoradiographiefilmen
Lagerung und Handhabung von KODAK Autoradiographiefilmen
Die sorgfältige Lagerung und Handhabung der Filme ist extrem wichtig, wenn die Ergebnisse hochwertig und reproduzierbar sein sollen. Sie sollten die ungeöffneten Filmpackungen an einem Ort, der ordnungsgemäß vor Strahlen geschützt ist, bei Temperaturen zwischen 10 und 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 % lagern.
Lagern Sie die Filmpackungen in aufrechter Position. Sie sollten nicht aufeinander gestapelt werden, weil durch das Gewicht oder den Druck Knicke, Beulen und Scheuerstellen bei den Filmbögen auftreten können.
Ziehen Sie Film langsam und vorsichtig aus der Packung, damit es nicht zu einer statischen Entladung kommen kann. Entfernen Sie nach der Belichtung den Film vorsichtig von der Probe, um die Entstehung durch statische Elektrizität bedingter Artefakte zu verhindern, die die autoradiographischen Aufnahmen beeinträchtigen könnten.
Verfahren für die ordnungsgemäße Dunkelkammerbeleuchtung
Wenn Sie hochwertige Röntgenaufnahmen erstellen möchten, müssen Sie darauf achten, dass die Dunkelkammer keine Stellen aufweist, durch die Licht eindringen kann, z. B. an den Kanten der Tür, an Wänden, an der Decke oder durch Fenster. Sie sind für den ordnungsgemäßen Zustand der Dunkelkammerbeleuchtung verantwortlich.
Die Aufgabe einer Dunkelkammerbeleuchtung ist die ausreichende Beleuchtung einer Dunkelkammer bei gleichzeitigem Schutz des Films vor ungewollter Belichtung. Eine sichere Dunkelkammerbeleuchtung hängt von den folgenden Faktoren ab:
- korrekte Lampe, Wattzahl der Lampe und Filtertyp
- Abstand zwischen der Dunkelkammerbeleuchtung und dem fotografischen Material
Der Begriff "sicher" darf dabei nicht wörtlich genommen werden. Die meisten empfindlichen Materialien neigen zur Schleierbildung, wenn Sie sie über längere Zeit hinweg einer Dunkelkammerbeleuchtung aussetzen. Aus diesem Grund sollten Sie die Dauer, für die Autoradiographie- und Elektronenmikroskopiefilme der Dunkelkammerbeleuchtung ausgesetzt sind, auf ein Minimum beschränken.
- Mit der KODAK LED-Dunkelkammerlampe sorgen Sie für maximalen Schutz des Films bei gleichzeitig bester Sicht in der Dunkelkammer. Diese eigenständige Einheit wurde für den Einsatz mit allen KODAK Autoradiographiefilmen und Elektronenmikrographiefilmen optimiert. Schrauben Sie die Lampe einfach in eine herkömmliche Fassung ein. Sie ist dann sofort einsatzbereit. Bei der KODAK LED-Dunkelkammerleuchte ist kein Wechsel der Lampe oder verschlissener bzw. beschädigter Filter erforderlich. Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt zum Zubehör von KODAK - Dunkelkammerbeleuchtung.
- Der Abstand zwischen KODAK Autoradiographiefilmen und der Dunkelkammerbeleuchtung sollte immer wenigstens 1,2 Meter betragen.
Empfohlene Belichtungsverfahren für die Autoradiographie
Die höchste Bildauflösung lässt sich durch das direkte Aufbringen der Probe auf die Emulsion erzielen. Bei Verwendung einer Verstärkerfolie oder Fluorographie wird die Empfindlichkeit erhöht, jedoch die Auflösung vermindert. Konventionelle Verstärkerfolien sind mit 3H, 14C oder 35S nicht effektiv, da die Emissionen dieser Isotope nicht ausreichen, um den Film zu durchdringen und in Kontakt mit der Verstärkerfolie zu kommen. Bei der Verstärkerfolie BioMax TranScreen LE handelt es sich um die einzige erhältliche Verstärkerfolie für Radioisotope mit mittlerer oder geringer Energie, wie 3H, 14C oder 35S.
Automatische Entwicklung
Für die automatische Entwicklung von KODAK Autoradiographiefilmen wird der KODAK M35A X-OMAT Filmprozessor empfohlen. Der M35A Filmprozessor besticht durch eine hervorragende Leistung kombiniert mit der Benutzerfreundlichkeit eines Tischgeräts und zeichnet sich durch eine Entwicklungszeit (trocken zu trocken) von drei Minuten aus. Der Filmprozessor wurde insbesondere für den Entwicklungsbedarf bei niedrigen Stückzahlen, wie z. B. bei biowissenschaftlichen Anwendungen, konzipiert.
Weitere Informationen zum KODAK M35A und anderen Filmprozessoren von KODAK, die sich für die Entwicklung von KODAK Autoradiographiefilmen eignen, erhalten Sie telefonisch vom KODAK Kundendienst unter +1-800-242-2424.
Manuelle Entwicklung
Es gibt zwei verschiedene Methoden zur manuellen Entwicklung von Autoradiographiefilmen. Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der Menge der verwendeten Chemikalien und der Art und Weise, wie die Filme von einer Lösung in die nächste gebracht werden. Für beide Methoden werden dieselben Entwicklungschemikalien empfohlen.
Bei der Tieftankmethode kommen in der Regel 19-l-Tanks für Entwickler und Fixierer zum Einsatz, die in einem Wasserbad stehen. Das Wasserbad steuert die Temperatur von Entwickler und Fixierer. Der Film wird von Hand von Tank zu Tank bewegt. Dabei kommen Filmaufhänger aus Metall zum Einsatz.
Bei der Schalenmethode kommen wenigstens drei Schalen zum Einsatz, die mindestens zwei Zentimeter größer als die zu verarbeitenden Filmbögen sind, und es muss ausreichend fließendes Wasser zum Wässern verfügbar sein. Der Film wird von Hand unter Verwendung von Entwicklerzangen von Schale zu Schale bewegt.
Voraussetzung für eine hohe Qualität der Autoradiographie-Aufnahmen ist die Verwendung frischer Entwicklerchemikalien. Alte Entwickler- und Fixiererchemikalien wirken sich negativ auf die Bildqualität des entwickelten Films aus, selbst wenn die Chemikalien nur selten benutzt wurden. Es wird empfohlen, dass Sie die Entwickler- und Fixiererchemikalien einmal pro Monat auswechseln, um optimale Entwicklungsbedingungen zu gewährleisten.
Schritt I: Entwickler
KODAK GBX Entwickler und Nachfülllösung wird zur Entwicklung von Kodak Autoradiographiefilmen empfohlen. Filmbögen in Filmaufhängern aus Metall sollten 5 Minuten bei einer Temperatur von 20 °C in den Entwicklertank getaucht werden. Der Film sollte in der Entwicklerlösung nicht bewegt werden. Die Menge an Nachfülllösung, die für jeden entwickelten 35-x-43-cm-Film nachgefüllt werden muss, beträgt 60 ml KODAK GBX Entwickler und Nachfülllösung. KODAK GBX Entwickler und Nachfülllösung sollte einmal pro Monat vollständig durch eine frische Entwicklerlösung ausgetauscht werden, um eine hohe Bildqualität der KODAK Autoradiographiefilme zu gewährleisten.
Schritt II: Spülen
Nehmen Sie den Film aus dem Entwickler heraus und spülen Sie ihn unter laufendem Wasser. Spülen Sie den Film 30 Sekunden lang und halten sie ihn dabei ständig moderat in Bewegung. Die empfohlene Spülwassertemperatur beträgt 16 bis 24 °C. Alternativ kann zum Spülen von Film auch das KODAK GBX Indikatorstoppbad verwendet werden.
Schritt III: Fixieren
KODAK GBX Fixierbad und Nachfülllösung wird zum Fixieren der KODAK Autoradiographiefilme empfohlen. Nehmen Sie den Filmbogen aus dem Spülwasser und tauchen ihn 5 bis 10 Minuten lang in den Fixierertank ein. Die empfohlene Fixierertemperatur beträgt 16 bis 24 °C. Es wird empfohlen, den Film im Fixierer moderat zu bewegen.
Die Menge an Nachfülllösung, die für jeden entwickelten 35-x-43-cm-Filmbogen nachgefüllt werden muss, beträgt 75 ml KODAK Fixierbad und Nachfülllösung. KODAK GBX Fixierbad und Nachfülllösung sollte einmal pro Monat vollständig durch eine frische Fixiererlösung ausgetauscht werden, um eine hohe Bildqualität der KODAK Autoradiographiefilme zu gewährleisten.
Schritt IV: Wässerung
Nehmen Sie den Film aus dem Fixierer und wässern ihn 5 bis 10 Minuten unter fließendem Wasser. Das fließende Wasser sollte eine Temperatur zwischen 16 und 24 °C haben, bei einer Durchflussmenge von 8 Volumenwechseln pro Stunde.
Schritt V: Trocknen
Nehmen Sie den Film aus dem Wasser und hängen Sie ihn mit einer Klemme an einer Ecke des Filmbogens an einem staubfreien Ort bei Zimmertemperatur auf, bis er trocken ist.